Sicherheit geht vor!

..keine Freude die Straße zu überqueren

Da ist sie wieder: Die Saison der Auto-und Motorradfahrer in Ferch.

Zu dem Berufsverkehr gesellt sich jetzt der Urlaubsverkehr. Und bei Chaos auf der Autobahn wälzt sich zudem der Umleitungsverkehr erschwerend durch unseren Erholungsort.

Bisher liegt noch keine endgültige Bewertung unserer Petition zu Tempo 30 auf Teilstrecken in Ferch vor.
Die angeordnete Verkehrszählung aus dem Februar kann nicht sehr ernst genommen werden, da erst jetzt das normale Verkehrsaufkommen erreicht wird.

Um seitens des Straßenverkehrsamts ein Statement zu bekommen, haben wir ein Anschreiben verfasst:

An den FB2 Potsdam-Mittelmark Straßenverkehrsbehörde – Ferch, den 1.6.2022

Betr. Pet.-Nr. 1384/7 Petition für Tempo 30 auf Teilstrecken in Ferch

Unsere Petition für Tempo 30 in Teilbereichen von Ferch hat Sie in der 3.KW 22 erreicht. Diese wurde von über 1200 Bürgern unterzeichnet.

Dazu haben Sie schon im Februar eine Stellungnahme an den Petitionsausschuss geschrieben, der für die Betroffenen so nicht akzeptabel ist. Dass eine Gefahrenlage seitens der Behörde nicht erkannt wird, liegt möglicherweise daran dass

  • kein gezählter Unfall geschieht,
  • eine Anzeige nicht erfolgt,
  • kein Personenschaden eintritt,
  • Kindern verboten wird, Fahrrad zu fahren oder allein entlang der Kreisstraße zu gehen,
  • eine Verkehrszählung für den Februar angeordnet wurde.

Die Erfahrungen mit der temporär eingeführten Geschwindigkeitsbeschränkung in Ferch 2021 waren sehr positiv und haben zu einer Verkehrsberuhigung und geringerem Verkehrslärm geführt. Auch ehemalige Kritiker haben die Maßnahme später positiv bewertet.

Geschwindigkeitsbeschränkungen sind zulässig, wenn dies erforderlich ist aus Gründen der

  • Sicherheit oder Ordnung des Verkehrs (§45 Abs.1 StVO),
  • bei Erforderlichkeit z.B. in Bade- oder Erholungsorten, wenn dadurch anders nicht vermeidbare Belästigungen durch den Fahrzeugverkehr verhütet werden können ( §45 Abs.1a StVO),
  • aus immissionsschutzrechtlichen Gründen.

Sicherheit ist uns wichtiger als Geschwindigkeit

Vor allen Dingen ist uns der Sicherheitsaspekt am wichtigsten, deshalb fragen wir Sie vor einer abschließenden Stellungnahme von Ihrer Seite:

  • Wie vertragen sich die Ziele, den Verkehr, der von starkem LKW Verkehr geprägt wird auf den Kreisstraßen in Ferch mit einer zulässigen Geschwindigkeit von 50 km/h (was von einzelnen Fahrzeugen immer wieder ignoriert wird) zu führen mit dem Anerkanntem Erholungsort Schwielowsee bzw. dem touristischen Ortsteil Ferch?
  • Wie kann eine Gefährdung von Schulkindern auf dem Schulweg in der Beelitzer Straße verringert werden? Schulkinder müssen zum Schulbus, z.B. vom Arthur-Borghard-Weg über die Straße auf den Bürgersteig. Auf Höhe der Burgstraße müssen sie wieder die Straße überqueren. Das findet bei morgendlichem starken Berufsverkehr und Transit zwischen den Autobahnanschlüssen statt.
  • Wie kann die Gefährdung von Kindern und älteren Mitbürgern verringern, die vom Fercher Waldweg oder Grüner Weg über die Straße auf den Bürgersteig wechseln möchten?
  • Wie kann die Gefährdung von Kindern, Sportlern und älteren Mitbürgern in Neue Scheune am Sportplatz verringert werden? An dieser Stelle gibt es eine schwer einsehbare Kurve, die immer wieder zu Gefährdungen führt. Eine Bushaltestelle ist vor der Kurve, die gegenüberliegende nach der Kurve. Die eingebaute Verkehrsinsel führt in keinem Fall zu einer Verringerung der Geschwindigkeit.
  • Mit welchen Maßnahmen kann man zulassen, auch ältere KiTa-Kinder zu Fuß zur KiTa laufen zu lassen? Die Gehwege sind schmal und nur einseitig der Straße.
  • Wie kann man dafür sorgen, dass Kinder sicher vom Mühlengrund auf den öffentlichen Spielplatz gelangen, da die Querung in einem Kurvenbereich liegt.
  • Wie kann man Gefährdungen in den schwer einsehbaren Bereichen in Mittelbusch verringern? Die Straße ist dort teilweise so eng, dass LKW im Begegnungsverkehr nicht aneinander vorbei kommen. Dennoch ist Tempo 50 erlaubt.
  • Wie kann man die Sicherheit von Radfahrern verbessern, die vom Radweg R1 auf den Uferweg in Mittelbusch wechseln wollen? Hier gibt es enge schlecht einsehbare Kurven.
  • Wie kann die Sicherheit von Radfahrern verbessert werden, die vom R1 kommend Richtung Bahnhof Lienewitz / Seddin fahren möchten? Nirgendwo an der Kreisstraße ist ein Radweg, Radfahrer werden häufig durch schnelle Überholmanöver gefährdet.
  • Welchen Stellenwert hat die Sicherheit im Straßenverkehr? Geht der fließende Verkehr auch heute noch vor Sicherheit?
  • Ist eine Gleichberechtigung der Verkehrsteillehmenden gewährleistet?
  • Entspricht Tempo 50 im Erholungsort bei engen Straßen, höchstens einseitig vorhandenen Fußwegen, fehlenden Radwegen noch den Visionen der Zukunft der Mobilität?
  • Entspricht Tempo 50 in Ferch der Vision Zero, d.h. die Verkehrssicherheit geht vor?

Tempo 30: Wir fragen uns, gibt es Sicherheit nur dort, wo sie keinen stört?

Das Bundeskabinett hat seiner Sitzung am 23.04.2021 einen neuen Nationalen Radverkehrsplan (NRVP) beschlossen, u. a. mit der Feststellung, dass es bedeutsam ist, “in Mischverkehren Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Verkehrsteilnehmenden zu reduzieren“. Damit liefert der Bund eine weitere Begründung, Tempo 30 auch im Hauptverkehrsstraßennetz anzuordnen.

Wir würden gern erfahren, ob es möglich ist, auch in Ferch die Sicherheit höher zu bewerten, als eine um 20 km/h höhere Geschwindigkeit.

Das Verständnis eines sicheren Straßenverkehrs hat sich auch in Brandenburg geändert:

Dazu wurde im Verkehrssicherheitsprogramm 2024 des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung als ein Ziel der Vision Zero vorgegeben:

Sichere Straßen innerorts erreichen:

Verschiedene Studien belegen, dass die Einführung von Tempo 30 km/h das Unfall- und Verletzungsrisiko deutlich senkt. Um das Leitbild „Vision Zero“ zu erreichen, wird sich das Land Brandenburg gegenüber möglichen Initiativen auf Bundesebene für eine Absenkung der innerörtlichen Regelgeschwindigkeiten nicht verschließen. …

Uns ist sehr wichtig, das seitens der Behörden alles getan wird, nach bestehenden Möglichkeiten den Bürgerwunsch nach Sicherheit umzusetzen. Wir denken, der einfachste und kostengünstigste Weg ist eine streckenweise angeordnete Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 30.

Mit freundlichen Grüßen,

Die Bürgerinitiative für Tempo 30 in Ferch.

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